Eine echte Herausforderung
„Das alles war anspruchsvoll und herausfordernd“, sagt Inna Kiselev, die als Projektmanagerin die Arbeiten geleitet hat. Schließlich überspannt die Stadtbrücke zehn Bahngleise, von denen einige zur wichtigen Zugverbindung zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet gehören, sowie den Mittellandkanal, auf dem jeden Tag zahlreiche Binnenschiffe unterwegs sind. Das machte besondere Sicherungsmaßnahmen bei allen Arbeiten sowie detaillierte Absprachen mit allen Beteiligten nötig.
Ein Beispiel dafür ist der schwimmende Ponton, dessen Einsatz zum Streichen der Brückenunterseite vom Kanal aus stets mit dem zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt abgesprochen werden musste. Noch komplizierter waren die Arbeiten über den Gleisen, auf denen der Zugverkehr möglichst ohne Behinderungen rollen sollte. Gerüste auf beiden Seiten der Brüstung haben für Sicherheit für die darunter durchfahrenden Züge gesorgt, während Arbeiter Stück für Stück das Brückengeländer abgenommen, mit neuem Korrosionsschutz versehen und wieder angeschweißt haben. Nach Abschluss eines Abschnitts wurden die Gerüste dann weitergeschoben. Nur in Ausnahmefällen kam es gemeinsam mit der Deutschen Bahn zu kurzen Sicherheitssperrungen der Gleise.
Weitere Herausforderungen waren Lärmbelästigungen für Anlieger auf beiden Seiten der Brücke, die möglichst gering gehalten wurden, sowie immer wieder Teilsperrungen des Wegs für Fußgängerinnen und Fußgänger. „Wir hatten jetzt fast zwei Jahre lang ein kleines Labyrinth auf der Brücke, durch das man laufen musste, um von A nach B zu gelangen“, sagt die Projektleiterin Kiselev. Jetzt aber ist die gesamte Brücke wieder frei zugänglich, Besucherinnen und Besucher können den Ort einfach genießen.