Trotzdem erlebt der Frauenfußball nicht nur in Wolfsburg gerade einen Boom. Mehr Zuschauer, mehr TV-Geld, mehr Aufmerksamkeit: Wie stolz macht Sie das?
Sehr. Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind. Es ist schön, das mitzuerleben. Gerade nach der Europameisterschaft 2022 war eine große Euphorie zu spüren. Unsere Länderspiele werden zu familienfreundlicheren Zeiten angepfiffen. Im Bundesligaalltag sind die Stadien voller. Nach den Spielen warten noch mehr Fans auf Autogramme. Das macht uns stolz. Wir versuchen, uns für die Fans möglichst viel Zeit zu nehmen und etwas zurückzugeben. Mit dem VfL wollen wir diesen Weg weitergehen. Mit der Nationalmannschaft wollen wir den Anschluss an andere Länder nicht verlieren.
Mehr öffentlicher Zuspruch ist auch mit mehr Interviewanfragen verbunden…
Der Mix ist immer noch gut. Wir versuchen, den Ansprüchen der Medien gerecht zu werden. Am Ende muss der Fokus auf dem Fußball bleiben. Was um uns und den Frauenfußball herum passiert, ist ein schöner Nebeneffekt und eine Bestätigung, dass wir mit unserem Sport mehr und mehr Interesse wecken.
Welche Art von Fanpost und Feedback berührt Sie besonders?
Es ist alles schön. Nach den Spielen, wenn die Fans Autogramme und Fotos wollen. Und seit der EM wird man als Nationalspielerin in der Freizeit häufiger erkannt. Mit den Menschen dann ins Gespräch zu kommen, ist wichtig. Der Frauenfußball steht dafür, dass er authentisch und nahbar ist. Mit den Fans ist ein gegenseitiges und schönes Miteinander entstanden.